Donnerstag, 19. April 2018

Bonn Shirt...

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ich gehöre wahrlich nicht zu den entscheidungsfreudigsten. Das war mir schon immer klar. Und normalerweise nervt mich das total an mir. Aber diesmal hatte es was Gutes für sich...
Aber zurück auf Anfang.

Im Herbst letzten Jahres hatte ich den Jeansstoff gekauft, weil ich ganz unbedingt eine Cheyenne Tunic aus Jeans haben wollte. Oder daraus doch lieber eine klassische Jeanshemdbluse nähen? Aber dann nur mit ganz vielen speziellen Details. Und für Schnittmusterbastelein fehte mir der Nerv.  Aber durchgeknöpft zum offen über etwas anderem tragen ist auch cool...
Und so ging es im Herbst /Winter die ganze Zeit in meinem Kopf - Cheyenne? Jeanshemd? Cheyenne? Jeanshemd? 

Zum Glück befreite mich Angela von my little sewing dreams aus meinem Dillema, in dem sie uns ankündigte das Bonn Shirt & Dress von Itch to Stitch ins deutsche zu übersetzen und wieder Designbeispiele gewünscht waren.


Ein Blick auf die technischen Zeichnungen und ich wusste, dass es der richtige Schnitt für den Jeansstoff war. Genau die Mischung die mir vorschwebte...
Einmal die Entscheidung für den Schnitt getroffen - war alles ganz leicht...

Dann war mir nämlich auch sofort klar, welche der unzähligen Versionen des Bonn Shirt & Dress ich nähen würde.

Wie ihr seht, habe ich mich für die Blusenlänge mit langen Armen entschieden. Aber das Schnittmuster beinhaltet auch noch eine Kleidlänge und 3/4 Arm mit schmaler Manschette und Kurzarm. Außerdem gibt es noch die Option einen Volantärmel zu nähen.
Die anderen Varianten, könnt ihr bei meinen Nähkolleginnen bewundern. Angela hat auf ihrer Seite eine kleine aber feine Bildergalerie der Designnähergebnisse...


Bei der Langarm-Variante, wird der Ärmel in zwei Falten gelegt und mit einer schmalen Manschette gefasst.

Und der Schlitz mit einem Schrägband schmal eingefasst.
Das fand ich übrigens die kniffligste Stelle der gesamten Bluse. Es ist, wie bei Itch to Stitch üblich, dank Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit technischer Zeichnung, super erklärt. Aber man sollte an dieser Stelle akkurat arbeiten. Und wenn der Jeansstoff dann noch leicht ausfranzt, macht es die Sache nicht besser...

Nicht nur den Schlitz habe ich mit Mini-Streublümchen eingefasst, sondern habe den Blümchenstoff auch für die Innenseiten der Manschetten genutzt. Der passt farblich einfach perfekt zum Jeansstoff. Und ich mag den Effekt bei hochgekrempelten Ärmel sehr gerne.


Und natürlich auch auf der Innenseite des Kragens. Da sieht ihn zwar keiner, es sei denn die Bluse hängt auf dem Bügel.
Auf dem oberen Foto sieht man übrigens auch die Untersteppnaht. Das ist übrigens noch ein großes Plus von Itch to Sticht Ebooks. Man lernt auch einiges an "Nähtechnik".
Normalerweise überfliege ich die Anleitungen nur grob. Bei Itch to Stitch schaue ich tatsächlich rein und lasse mich leiten. Die Anleitungen sind so ausführlich, dass in diesem Fall die Bluse, auch für ambitionierte Anfänger machbar ist. Dennoch kommen auch Fortgeschrittene nicht zu kurz....


Was ich an dem Schnitt noch besonders finde, ist die Größeneinteilung. Es gibt die Größen 00 bis 20. Zudem kann man noch die Körbchengröße wählen. Von A bis DD.
Ich habe mir eine 2 A genäht.
Dadurch dass auch die Körbchengröße berücksichtigt wurde, habe ich auf die SBA (Small Breast Adjustment) verzichtet. Die hätte ich bei einer Bluse mit Abnähern sonst gemacht. Einen Schritt weniger für mich. Super!
Und ich finde die Bluse von der Weite gerade richtig.
Lediglich die Arme habe ich mir um insgesamt 3 cm enger gemacht. Die waren mir bei dem etwas festeren Stoff zu weit. Bei einer Viskose oder weicher fallendem wäre es vieleicht gar nicht nötig gewesen...


Eine weitere Änderung war die Verlängerung des Schnittes um 4 cm (bei 1,74m). Da die seitliche Rundung relativ hoch geht, hatte ich die Befürchtung, dass man seitlich Einblicke erhalten könnte. Aber wie man sieht, war die Sorge völlig unbegründet. 2 cm hätten wahrscheinlich auch gereicht...


Auch wenn es hier heute sommerlich warm ist - viel zu warm für eine Jeansbluse - freue ich mich sehr über den Neuzugang in meinem Kleiderschrank. Und ausnahmsweise mal über meine Unentschlossenheit. Denn das Ergebnis überzeugt mich.
Und ich bin gespannt, wie die Bluse wirkt, wenn der Jeansstoff durch das Tragen seinen typischen Charakter entfaltet

Verlinkt mit Rums,
Schnitt *: Itch to Stitch, Bonn Shirt & Dress in der deutschen Übersetzung bei My little sewing dreams zu erhalten. Übrigens bis Montag noch um 20 % günstiger
Stoff: Jeansblusenstoff über Stoffquelle


*Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Designnähens kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Donnerstag, 12. April 2018

Gloria...

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... so heißt meine neue Jeans.
Bzw. um genau zu sein - der neue Schnitt von Freuleins, den ich mit Probegenäht habe. Es handelt sich dabei um einen eher hüftigsitzenden Boyfriend-Jeans-Schnitt.


Lockersitzend an den Oberschenkeln, eher eng an den Waden...


... und leger am Hintern. Mit schön geschwungener Passe.


Aber was, wie ich finde, die Hose besonders macht, sind die Abnäher von der Tasche in Richtung Oberschenkel.
Mit kontrastfarbenem Jeansgarn kommen sie natürlich besonders zur Geltung.
Wichtig ist hier, wie eigentlich bei jedem Abnäher, dass die Spitze sauber genäht ist, sonst beult hier der Stoff.

Und natürlich die schräge, offene Knopfleiste.


Diese Gloria ist übrigens nach dem aller ersten Schnitt entstanden. Seitdem hat sich noch ein bisschen was geändert. So bin ich bei der Version z.B. zwei Größen größer an den Waden als an Hüfte und Oberschenkel. Bei der finalen Version konnte ich eine Größe durchnähen. Auch musste ich nur noch eine minimale Hohlkreuzanpassung vornehmen. Hier waren es noch gut 3 cm...


A propos Hohlkreuzanpassung - der Bund besteht aus vier Teilen. So kann man ganz wunderbar den Bund auf Form bringen.

Das Thema Passform, aber vorallem Änderungen,  ist dass was die meisten vom Hosen-, insbesondere Jeansnähen abhält. Das kann ich verstehen. So eine Jeans sind schon einiges an Nähte. Besonders wenn man den echten Jeanslook will und die Nähte noch einmal (oder doppelt) abgesteppt werden. Und so richtig kann man den Sitz erst bewerten wenn die Hose komplett fertig ist. Bzw. eigentlich erst wenn sie ordentlich eingetragen ist. Aber Jeans nähen macht auch unglaublich Spaß. Und stolz.


Und das Nähen an sich ist auch nicht schwerer als z.B. ein Kleid. Es benötigt nur Zeit und ein bisschen Muse.
Was man aber unbedingt beachten sollte ist, dass die Hosenbeine akurat im Fadenlauf zugeschnitten werden, sonst erhält man schneller ein "Drehbein" als man gucken kann. Dafür schneide ich z.B. die Hosenbeine nicht in doppelter Stofflage, sondern einzeln zu. Dauert zwar länger, lohnt sich aber.

Und  zweiter Tipp- heften, heften, heften! Ihr könnt das Vorderteil mit Knopfleiste, Taschen und Steppnähte fertig nähen. Die hinteren Hosenbeine würde ich jedoch nur mit größerem Stich und reduzierter Fadenspannung nähen und dann zusammensetzten. So kann man schon zu einem recht frühen Statium sehr gut sehen, wo mehr Weite benötigt wird bzw. weg muss.
Bei Gloria sind übrigens 2 cm Nahtzugabe an der Außenbeinnaht vorgesehen. D.h. Ihr könnt im Notfall die Naht um gut 2 cm auslassen und habt immer noch eine ordentliche Nahtzugabe.
Wobei ich finde, dass Gloria eher groß ausfällt. Ich habe, wie im E-book empfohlen, die Größen nach Hüftumpfang gewählt und habe dann meine beiden Glorias eine Nummer kleiner genäht (bis auf die Waden bei dieser Version)


Aber ich, als Skinny-Jeans-Trägerin, empfinde meine Gloria als boyfriendig genug. Direkt nach dem Nähen saß diese Jeans übrigens deutlich enger. Aber durch das Tragen hat sich die Jeans - übrigend richtig schön schweres reines Denim ohne Elasthan - gut geweitet.

Und zu guter Letzt, seht ausreichend Länge vor! Es verschindet mehr Stoff als man denkt in der Bewegungsfalten des Knies. Ich habe hier den Hosensaum doppelt umgeschlagen.


Zu meiner Gloria trage ich übrigens mein recht neues Mahé-Shirt. Das macht sich ziemlich gut zu meiner Hose, finde ich, oder?

Verlinkt mit RUMs
Schnitt: Jeans Gloria von Freuleins *, Shirt Mahé von Elle Puls
Stoff: Denim 100% Baumwolle 570g/lfm über Freuleins, Jersey vom Stoffmarkt

* Der Schnitt wurde mir zum Testen zu Verfügung gestellt. Meine Meinung ist dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Mittwoch, 7. März 2018

Frau Yoko...

... oder sowas in der Art.

Meist zeige ich hier auf meinem Blog gelungene Kleidungsstücke. Oder auch mal Kleidungsstücke die zwar gelungen sind, ich aber noch unsicher bin ob sie zu mir passen. Heute präsentiere ich einen "Zwischenstand". Denn eigentlich habe ich eine Frau Yoko genäht. Nur bleibt davon nicht mehr sonderlich viel übrig. Und wenn ich mit ihr fertig bin, wird vermutlich auch die Kellerfalte wegfallen...

Aber erstmal von vorne...


Ich habe mir eine Frau Yoko aus dem wunderbaren Sprenkel-Batist von Atelier Brunette genäht. Mit verlängerten Ärmeln. Und gleich mal eine Nummer kleiner (S), da Doro von Freu-Zeit bei ihrer Version ordentlich Weite herausgenommen hatte. Trotzem war es noch ein Zelt. Also habe ich noch einmal ein paar Zentimeter - ich glaube es waren noch einmal 3 cm - pro Seite weggenommen. Ganz glücklich war ich nicht damit. Also habe ich es noch ein bisschen tailliert. Schaut doch ganz gut aus so, nicht?

 

Aber nur wenn ich die Arme unten habe. Denn sonst sieht man, dass ich mir eine Schößchenbluse produziert habe... Auch nett - war aber nicht mein Plan... Das war bei einer erneuten Anprobe, vor dem Säumen noch nicht so. Durch das Säumen wird der Stoff noch fester und die Seitennaht wird von der Kellerfalte nach vorne geschoben...


Ich hatte noch überlegt ob der Stoff nicht zu viel Stand hat. Für Baumwoll-Webware fällt er wirklich weich. Aber kein Vergleich zur Viskose von meiner Helsinki-Bluse...
Oder ob ich nicht doch den Rücken kräuseln sollte, wie es Claudia von ganz mein Ding gemacht hatte... Aber eigentlich wollte ich ja Frau Yoko wegen der Kellerfalte....


Aber so richtig gut fällt die Falte leider nicht... Ich hoffe ja ein bißchenen drauf, dass der Stoff nach der Wäsche noch etwas weicher wird. Und dass, wenn die Bluse nicht so akkurat gebügelt ist (was sie schätzungsweise nie wieder sein wird) sich das mit der Schieberei und dem Schößchen etwas legt.


Bis dahin stecke ich mir Frau Yoko vorne einfach etwas in den Bund. Dann fällt es auch nicht auf...Oder noch besser, trage meinen Victoria Blazer drüber. Die Kombi gefällt mir total gut...


Sollte sich die "Steifigkeit" des Batist nicht legen, sehe ich zwei Möglichkeiten.
Die erste wäre Frau Yoko mit einem Rollsaum zu versehen. Den Saum würde ich jedoch nur wieder auftrennen, wenn die Kellerfalte im Alltag ganz gut fällt...
Sollte es seitlich immer noch so dramatisch abstehen, auch wenn ich ab der Taille gerade runter gehe, statt wieder etwas auszustellen, dann bliebe mir nur Option zwei- den Rücken kräuseln...
Oder habt ihr noch Ideen? Oder sehe ich es gar zu dramatisch...?

Verlinkt mit MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing
Schnitt: Frau Yoko, fritzischnittreif
Stoff: Sparkel tangerine, Atelier Brunette über das Stoffbüro

Donnerstag, 22. Februar 2018

Finas Pulli...

Eigentlich trage ich ja oben rum eher legerere Schnitte. Aber als Fina uns in der Probenähgruppe ihren neusten Schnitt präsentierte, war ich gleich angetan. Wunderbar feminin und körperbetont und ein bisschen "Drama" an den Ärmeln...


Und wenn ich für mich schon so einen femininen Schnitt nähe, kann ich auch gleich in die Vollen gehen und eine feminine Farbe, wie dieses korallrot, vom Wintersweat dafür wählen.... Der ist nicht nur wunderbar kuschelig und warm sondern sorgt auch hervorragend für gute Laune an grauen Wintertagen...


Leider hat der Sweat keinen Elasthananteil. Daher habe ich vorsorglich eine Nummer größer genäht und und im Nachgang noch ein bisschen Weite weggenommen, so dass ich zwischen beiden Größen gelandet bin.

Eigentlich gehört der Pulli noch körperbetonter. Aber die Bequemlichkeit ging vor....
Diese körperbetonte Passform wird durch die Prinzessnähte erreicht. Damit kann man Oberteile wunderbar auf Figur bringen. Gerade auch, wenn man - im Gegensatz zu mir- viel Oberweite hat, lässt sich hier sehr gut eine Anpassung an die große Oberweite vornehmen und an Taille und Hüfte trotzdem körpernah sein. Falls das für euch Thema ist, schaut doch einmal beim Beswingten Allerlei vorbei. Sie hat es hervoragend erklärt.

Oder man legt Rüschen in die vordere Teilungsnaht. Oder Paspeln. Oder covert die Naht. Oder man wählt zwei unterschiedliche Stoffe, oder, oder, oder...


Ich habe mich für ohne Schnick-Schnack entschieden. Dafür mit halben "Drama" am Arm. Wie bei Fina üblich, gibt es mehrere Varianten. Bei diesem Schnitt sind es normale, enge Ärmel oder etwas weitere Ärmel mit Puff an den Schultern und Ballon und Manschette am Saum. Ich habe mich für letzteres entschieden, jedoch ohne Puff.
Dafür habe ich ganz einfach beide Ärmel ausgedruckt und die Armkugel des glatten Ärmel an den Ärmel des gerüschten gesetzt. Also ganz simpel. Und wie ihr seht, hat es gut geklappt.


Beim Ausschnitt wird wieder einmal mit Beleg gearbeitet. Ich habe diesen, wie auch  übrigens das Innenteil der Manschetten, aus Jersey gemacht, damit es weniger aufträgt. Ganz leicht könnt ihr das hellere Rosa rauslunzen sehen...
Der Ausschnitt ist übrigens ziemlich Halsnah konzipert. Einigen Mädels im Probenähen war es zu nah. Sollte das der Fall sein, könnt ihr problemlos die NZ zurück schneiden.
Ich für meinen Teil fühle mich durch den Ausschnitt nicht eingeengt. Aber ich mag ja auch gerne Rollis...


Und Finas Pulli... Das Modell ist bei mir zwischen den Jahren entstanden und wird seitdem gerne und häufig getragen. Denn er bringt Abwechslung in meine Gaderobe und ich fühle mich damit "modisch", wenn ihr versteht was ich meine...
Und ich mag den Kontrast der entsteht,  wenn ich den "lieblichen", etwas verspielten Pulli zu meiner Biker Jeans oder auch zu meiner Girlfriendshose trage. Dann funktionieren für mich auch Ballonärmel...



Verlinkt mit Rums und FinasIdeen Blog
Schnitt: Finas Pullover von FinasIdeen
           *Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt*
Stoff: Wintersweat aus dem örtlichen Stoffladen Naschl


Dienstag, 20. Februar 2018

Schwalbenhoodie...

Das Äffchen ist sowas von mein Kind!
Schon optisch ist die Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen. (Auch wenn ihr es an den Fotos mäßig beurteilen könnt) Einmal ich bzw. mein Bruder in dem Alter nur in strohblond. Auch in vielen seiner Charakterzügen erkenne ich mich wieder...


Aber was die Hummeln im Hintern angeht topt er mich um Längen! Immer am rumflitzen, klettern, springen...

Welch ein Spaß bei mäßigem Licht von dem Wirbelwind scharfe Fotos zu machen!


Ein paar brauchbare sind doch dabei...
Zum Glück. Denn was ihr hier seht ist sein Lieblingshoodie. Was lag er mir in den Ohren damit, dass er einen Pulli mit Kapuze aus dem Schwalbenstoff wolle, seitdem er den Stoff in meiner Kiste entdeckte.... Konnte ich total nachvollziehen. In den Stoff hatte ich mich ja auch gleich verliebt - ist ja schließlich gelb ;-) und ein bisschen was von dem Jersey für mein Wäscheset gekauft.  Und leider- oder zum Glück? reichte die Menge nicht für einen Hoodie. Also kaufte ich den Stoff im örtlichen Stoffladen nach.


Und was glaubt ihr, wie er sich freut, wenn er feststellt, dass wir beide unsere "Schalben" tragen... "Mama, cool, jetzt gehören wir noch mehr zusammen". <3 Da schmilzt doch jedes Mamaherz... Denn eigentlich ist mein Äffchen ein ganz sensibler...

Das Äffchen liebt diesen Hoodie und trägt ihn quasi im Wechsel mit seinem bunten Steampunk-Shirt und einem dritten Shirt. Wenn es nach ihm ginge bräuchte er nicht mehr Shirts - sofern sie immer sauber wären ;-)


A propos buntes Steampunkt-Shirt - in dem Beitrag fragte ich nach einem schmalen Jeansschnitt, da dem Äffchen die meinsten Hosen zu weit sind und die letzte Hose von der Leibhöhe zu kurz war.


Das ist bei dieser Hose anders. Sie passt perfekt! Es handelt sich um die Small Fry Skinny Jeans von Titchy Threads. Das Äffchen lag von seinen Maßen exakt bei 4 Jahren. Da viel die Größenwahl leicht...
Mittlerweile exsitiert von ihr schon ein Nachfolgermodell, so sehr hat sie überzeugt. Die erste hat nämlich das zeitliche gesegnet. Ich sage nur flitzen, klettern, springen...


Verlinkt mit CreaDienstag, Menschenskinder
Schnitt: Hoodie - Geheimling von Allerleikind (gekürzt dafür mit klassischen Hoodie Bündchen) 
              Jeans - Small Fry Skinny Jeans von Titchy Threads via Nähconnection
Stoff: Hoodie - Jersey von Delta Fabrics, Hose - Upcycling aus Männerjeans



Mittwoch, 7. Februar 2018

Helsinki...

... so heißt nicht nur Finnlands Hauptstadt, sondern auch die Bluse aus der Winterkollektion 2017 von Orageuse, die ich euch heute vorstellen möchte.

Die Bluse hat, wie ich finde, viele super schöne Details. Das offensichtlichste ist der Twist am Saum.


Sieht das nicht raffiniert aus? Und eigentlich ziemlich einfach. Zur Not gibt es sogar ein Video...
Damit der Twist schön fällt, darf der Stoff nicht zu steif sein. Ich habe hier eine wunderbar korallfarbene flutsche Viskose aus dem örtlichen Stoffladen vernäht. Der Stoff fällt fast schon zu weich.


Ausschlaggebend, warum ich mich für diesen "Knoten-Saum-Schnitt" entschieden habe und nicht z.B. Jane von Ready to Sew, war der Ausschnitt. Mir gefällt diese Kerbe super gut.Und wie sich herausgestellt hat, ist der Auschnitt zwar tief, aber nicht zu tief, so dass ich die Bluse auch ohne Shirt drunter tragen könnte.


Das Detail mit der Kerbe findet sich übrigens auch im Nacken wieder...


Der Ausschnitt ist, neben der Manschette, sicherlich auch der Grund, warum Helsinki als Level 3 von 5 eingestuft wurde. Die Einfassung wird gedoppelt und die Nahtzugabe nach innen gebügelt und anschließend von außen abgesteppt. Das Bedarf einiges an akkuratem Arbeiten und viel Bügelei...


Leider habe ich vergessen ein ordentliches Foto von der Manschette / Patte zu machen. Diese werden hier nämlich anders gearbeitet als ich es bisher kannte. Dafür kann man aber sehr schön die Kräuselung am Rücken sehen....


Hinten ist die Bluse übrigens länger als vorne. Von der Seite kann man den VokuHila-Effekt wunderbar sehen.
Wenn man genau hinsieht, kann man auch die Brustabnäher erkennen. Diese lagen von der Höhe für mich ideal. Normalerweise muss ich sie immer 2-3 cm hochsetzten. Überprüft also unbedingt die Lage. Sie erscheint mir verhältnismäßig hoch.
Der Schnitt ist übrigens für ein B/C-Cup ausgelegt. Hätte ich es im Vorfeld gelesen (es steht hinten im Anpassungsteil), hätte ich eine SBA gemacht...

Helsinki fällt reichlich aus. Ich habe, entsprechend der Maßtabelle, eine 38 genäht und zur Hüfte auf 40 auslaufen lassen. Auch seeehr ungewöhnlich. Normalerweise benötige ich an der Hüfte eine Nummer kleiner. Aber da extra betont wird, dass wenn man zwischen zwei größeren Größen ist, die größere wählen soll, habe ich dies getan. Letzendlich habe ich aber alles auf 36 verkleinert. Und ich finde, an den Oberarmen kann noch etwas weg.
Den Schnitt hatte ich zudem extra um 3 cm verlängert, da er für Frauen von 1,68m ausgelegt ist und ich jedoch 6 cm größer bin. Auch das hätte ich mir sparen können, da ich die extra-Zentimeter wieder eingekürzt habe.
Aber gut- besser zu lang und zu weit als anders herum...


Was mir an dem Schnitt nicht gefällt ist die Position des Ärmelansatzes. Das ist laut Schnitt so gedacht und war der einzige Grund weshalb ich gezögert habe den Schnitt zu kaufen.
Wenn ich den Schnitt noch mal nähe - und das ist mein Plan, denn ich mag die Bluse total gerne und freue mich drauf sie zu tragen- dann werde ich auf eine normale Armkugel zurückgreifen.
Auch wenn ich jetzt ein wenig über die Passform gemäkelt habe - der Schnitt und die Anleitung ist ansich schon gut. Man muss allerdings hier tatsächlich einigermaßen des französischen oder englischen mächtig sein. Es ist nicht jede Naht bildlich dargestellt, sondern manche Schritte nur erklärt.
Dafür gibt es hinten eine ganze Rubrik mit Anpassungen. Es wird z.B. erklärt wie man den Schnitt richtig verlängert/kürzt oder eine FBA macht... Auch nicht selbstverständlich...


Und zum Schluss noch einmal meine Helsinki-Bluse im hängenden Zustand... Die innere Passe habe ich hier mit aprikotfarbener Viskose abgesetzt. Und was ihr nicht seht, ist meine kirschrote Versäuberungesnaht... Es geht nichts über Details...

Verlinkt mit AfterWorksewing, MeMadeMittwoch (endlich wieder)
Schnitt: Helsinki, Orageuse
Stoff: Viskose aus dem örtlichen Stoffladen




Donnerstag, 28. Dezember 2017

Jetzt geht's an die Wäsche...

Das Jahr ist rum, das Mini-Garderoben-Projekt neigt sich dem Ende. Zwei Kategorien sind noch offen - Einteiler und Unterwäsche. 
Der Einteiler ist in einem Ufo geendet bzw. ich werde ihn im Frühling fertigstellen. Die Chobe Bag ist verschoben, aber nicht aufgehoben.
Bleibt noch die Unterwäsche. Diese habe ich nach und nach immer wieder zwischendurch hergestellt. Dabei habe ich unterschiedliche Schnittmuster getestet. Bei den Oberteilen war es mir wichtig dass sie sowohl als Unterhemd, aber auch als Sommertop funktionieren...

Als erstes möchte ich euch mein Set nach dem Freebook MamaSun von aefflynS und einer Unterhose nach abgenommen Schnitt vorstellen.


Das Oberteil sitzt sehr gut. Für mich hätte es an der Hüfte 1-2cm weniger Weite sein können. Beim Dehnen der Bündcheneinfassungen habe ich es ein bisschen zu gemeint. Es reicht in dem Bereich der Rundung zu dehnen und die geraden Strecken (Trägerteil) quasi ungedehnt zu lassen.


Das Höschen hätte durchaus Größer sein können. Obwohl ich den Schnitt von einer gut sitzenden Hose abgenommen habe, scheint sich die Dehnbarkeit der Jerseys zu unterscheiden...


Ein weiteres Set besteht aus dem Tank Top aus dem Yoga Set Ohm von Schnittchen und dem Hipster mit tiefem Bund aus "das für untendrunter" von Muckelie.


Das Top habe ich eine Nummer kleiner genäht als laut Maßangaben empfohlen und finde es immer noch ausreichend locker. Die Länge und Rückansicht gefällt mir gut. Auch wenn ich aus Stoffmangel den oberen Teil stückeln musste. Hier ist normalerweise keine Teilung vorgesehen.


Mit der Vorderseite bin ich nicht so glücklich. Mir ist der Armausschnitt vorne zu weit - der BH lunst oft raus. Und auch bin ich vom diesem V-Auschnitt nicht angetan. Zu mindest an mir... Und ja, das  V ist nicht perfekt gelungen. Aber als Unterhemd, als welches ich es konzipiert habe, erfüllt das Top seinen Zweck.


Dafür bin ich umso angetaner von dem Hipster. Ok, die Farbe ist fragwürdig und es ist lala genäht, trägt sich aber gut.

Als nächstes möchte ich euch mein Set nach dem Freebook Noelle von Madalynne vorstellen. 
Eigentlich besteht das Set aus einem "BH", welches ich zu einem Top verlängert habe und einer taillenhohen Panty. Diese habe ich widerum um 5 cm in der Höhe gekürzt.


Genäht habe ich die Größe S obwohl ich laut Tabelle sogar M hätte nähen sollen. Und es hätte durchaus noch die Nummer kleiner sein können. Vor allem die Panty fällt groß aus.


Allerdings trägt sie sich erstaunlicherweise sehr angenehm. Kein rutschen, kein kneifen.


Das Oberteil gefällt mir besonders. Das werde ich sicherlich als normales Sommertop, ohne Wäschegummieinfassung, noch einmal nähen. Dann gegebenenfalls auch ohne Abnäher und ohne Teilung. Und dann vielleicht mit geflochtenem Band?


Zu dem Oberteil gäbe es noch zwei weitere passende Unterhosen - hier allerdings mit dem MamaSun Top. Da waren die ersten beiden die ich gemacht habe... Nochmal die Unterhose nach dem abgenommenen Schnitt (die besser sitzt als die gelbe) und die Panty Eve von Pattydoo. Diese sagt mir leider gar nicht zu.


Als letztes gibt es noch das Set aus Sierra von Madalynne (ebenfalls ein Freebook) und der hohen Hipster von Muckelie.


So liegend gefällt mir das Set sehr gut, aber getragen komme ich mir im Sierra sehr eingewickelt / getapt vor. Vielleicht (sicherlich) war der Stoff nicht unbedingt die richtige Wahl...


Und es ist nichts für alle Tage. Aber ich kann mir vorstellen, den BH zu etwas mit sehr tiefem Rückenausschnitt zu tragen. Das könnte spannend aussehen...


Der BH ist nichts für große Oberweiten, da er nichts stützt. Aber man benötigt kaum Stoff und er ist schnell genäht. Am längsten dauert das einfassen. Hierfür benötigt man übrigens ziemlich genau 3 Meter Wäschegummi.


Für eine Hipster in 36 etwa 2 Meter. Einmal den Hüftumfang und dann pro Bein noch einmal ca. 50 cm.
Der schwarz-weiße Hipster ist übrigens von all den Schlüppis die am besten sitzende. Die Höhe ist vielleicht einen Hauch zu hoch für die Hosen-Bund-Höhe die ich normalerweise trage, aber sehr angenehm...


Hier einmal der Vergleich von der Hipster mit hohem Bund und der Hipster mit niedrigem Bund und angesetztem Gummi (das müsst ihr euch von der Höhe eigentlich wegdenken)

Hier noch einmal die verschiedenen Schlüpfer im Überblick...


Und die Oberteile....


Ich fand es ganz abwechslungsreich und interessant mich durch die unterschiedlichen Schnitte zu testen. Die Hipster von Muckelie hat mich vom Sitz wirklich überzeugt. Die kann ich mir vorstellen erneut zu nähen. Auch das Noelle Top (das rote) gefällt mir sehr gut.
Die anderen Oberteile mal sehen...
Welches gefällt euch am besten?

Und zu letzt noch meine Mini-Garderoben-Zusammenstellung...


Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es gab immer wieder neue Herausforderungen und ich habe mich an Projekte herangetraut, die ich sonst nicht angegangen wäre. Dennoch war es auch mit viel Arbeit verbunden. Daher werde ich das Projekt so nicht nächstes Jahr fortsetzten, habe aber schon die ein oder andere Idee, die für mich besser funktioniert...
Vielen Dank allen, die mich bei dem Projekt begleitet haben.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch. Bleibt Gesund und Kreativ. Wir lesen uns nächstes Jahr.
Viele Grüße Miriam

Verlinkt mit Rums und 12coloursofhandmadefashion